Schon seit der Antike kennt der Mensch Uhren. Diese hatten aber noch lange nichts mit unseren modernen Armbanduhren zu tun. Die Zeit konnte man trotzdem mit ihnen messen. Die ältesten Uhren funktionierten wahrscheinlich alle nach dem Prinzip der Sonnen- beziehungsweise der Schattenuhr. Sie waren zwar relativ genau, doch die Stundeneinteilung richtete sich immer nach dem saisonal bedingten Sonnenstand. Deswegen war keine einheitliche Stundenlänge möglich. Ergänzt wurde die Schattenuhr im alten Ägypten durch die Wasseruhr. Die Zeit wurde hier gemessen, indem Wasser in ein Gefäß ein- oder auslief.Bei weiter fortgeschrittenen Modellen dieser Uhr findet sich zusätzlich ein Schwimmer auf der Wasseroberfläche, der mit den Anzeigern auf einer Art Ziffernblatt verbunden war.Im frühen Mittelalter, ab ca. 900 n. Chr., kamen zu den Sonnen- und Wasseruhren die sogenannten Kerzenuhren. Die zur Zeitmessung verwendeten Kerzen hatten eine festgelegte Form und Größe. Auf diese Weise war eine einheitliche Zeitmessung möglich.Denn die Kerzen brannten jeweils im gleichen Tempo ab. Anhand von Markierungen konnte so die abgelaufene Zeit gemessen werden. Der Vorteil gegenüber der Sonnenuhr war, dass diese Uhren auch ohne Tageslicht, das heißt nachts oder bei Bewölkung, angewendet werden konnten. Zudem war der Umgang mit ihnen einfach und die sie konnten leicht hergestellt werden. Weitere Uhrenmodelle, die nach demPrinzip von Verbrennung arbeiteten, waren Öllampen und langsam abbrennenden Zündschnüre. Im chinesischen Raum existierten die so genannten Feueruhren, die die aktuelle Zeit teilweise durch wechselnde Düfte bei der Verbrennung anzeigten.
Die verschiedenen Uhrmodelle funktionierten zwar eigentlich alle sehr gut, doch im Verlauf des Mittelalters und mit der Ausbreitung des Christentums änderten sich die Anforderungen. Das Feiern der Messe in der Kirche verlangte eine genaue Zeitmessung und die Möglichkeit, die Zeit über einen Glockenturm kundzutun. Auch die Gebetszeiten in den Klöstern, die Öffnungszeiten der Stadttore sowie die Gerichts- und Marktzeiten sollten genau und verbindlich festgelegt und mitgeteilt werden. Weder die Sonnen- und Wasseruhren, noch die Kerzenuhren waren hierfür tauglich. Mit der Erfindung der Hemmung wurde schließlich die Entwicklung der Räderuhr möglich.Sie war zudem die Grundvoraussetzung für die Herstellung moderner Herren- und Damenuhren.
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