Der idyllische Ausflugsort Augustusburg im Erzgebirge
Sachsen ist mit seiner großartigen Historie geradezu gesegnet mit bedeutenden Bauwerken und lieblichen Landschaften. Die barocken Sandsteinbauten, wie die Frauenkirche, der Zwinger und das Residenzschloss in Dresden erfreuen sich im Weltkulturerbe der UNESCO weltweiter Bekanntheit. Doch es stellt immernoch eine Überaschung dar, ein Renaissanceschloss im rauen Erzgebirge vorzufinden, welches es von seinder Art und Größe den Loires-Schlössern in Frankreich gleichsteht.
Drei Bahnstationen von Chemnitz, der sächsischen Industrie-Zentrale, entfernt, erhebt sich auf stattlichem, bewaldeten Bergesrücken. 500 Meter über der Ostsee, das Schloss Augustusburg, ein alter Fürstenbau, der mit seinen massigen weisen Mauern und seinen vier kurzen Ecktürmen weit hineinsieht in das Sachsenland. Unmittelbar zu seinen Füssen schmiegt sich eine kleine, hochgelegene Stadt, die bis vor kurzem Schellenberg hiess, nun aber sich auf dem Namen des Schlosses nennt. Augustusburg gilt seit Jahren als beliebte Somemrfrische, in neuer Zeit ist sie bemüht, ihren daraufbezüglichen Ruf noch zu erhöhen und zu verbreiten, indem ein freundlich gelegenes, schmuckes Kurhaus, eine reizende Villenkolonie, für Sommergäste bestimmt, mitten im Walde angelegt worden ist. Frei und hoch liegt das Städtchen, wie im Schutz seines mächtigen Schlosses und die Brust atmet wohlig die mit dem Waldeshauch erfüllte Höchenwaldluft, während das Auge sich an prächtigen Landschaftsbildern erfreut.
Im Schloss Augustusburg finden sich ein Motorratmuseum, eine Kutschensammlung, das Jagd- und Naturkundemuseum, ein grusliger Folterkeller, eine Falknerei, ein einmaliges Pferdegöppel im Brunnenhaus.
Das Schloss selbst bietet viel Sehenswertes mehr, aber auch von des Schlosses Fenstern und zumal im Pavillon des sogenannten Lindenhauses (der nördliche Flügel) schweift der trunkene Blick mit Entzücken ins Weite. Ein stattlicher Berggürtel bildet den breiten, imposant gegliederten Rahmen des Bildes. Fern im Osten blaut der Geising, gegen Süden winkt der Bärenstein, der Hassberg in Böhmen und der Pressnitzer Spitzberg, westwärts grüssen die Fürsten des Erzgebirges, der Pöhlberg, der Keilberg und der Fichtelberg, nach Norden erhebt sich der Rochlitzer Berg mit seinem Turme, und an Preussens Grenze verdämmert der Kolmberg. Und innerhalb des gigantischen Rahmens welche Fülle von Einzelheiten! Bewaldete Höhen und tiefeingeschnittene Täler mit grünen, malerischen Hängen, freundliche kleine Städte, friedliche Dörfer mit rauchenden hohen Essen, spiegelnde Gewässer, blinkende Schlösser und graue Ruinen! Und um solche Bilder zu schauen, braucht man nicht auf Türme zu steigen. Sie treten uns entgegen auf den Promenandenwegen, bei der freundlichen Kirche, bei den zahlreichen Durchblicken in den Gassen des Städtchens, auf der Landstrasse und imVillenviertel, ja selbst, wenn wir in den Restauration des Schlosses, in den altertümlichen, dickwandigen Gemächern sitzen und in einer der tiefen, behaglichen Fensternischen unser Mahl einnehmen. Und nicht blos das Auge mag sich laben. Hier oben ist es auch still und friedlich, kein Lärm der Welt stört die Ruhe, nur fernverhallend tönt dann und wann vom Tale herauf der Lokomotive Schrei.
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