Ein Gemälde, das ist zu allererst ein Bild. Es wird gemalt und nicht gezeichnet, wobei die Begriffe im Volksmund , fälschlicherweise, oft synonym verwendet werden.
Aquarelle, Acryl-und Ölbilder werden zu den Gemälden gezählt. Zu Beginn der Kunstgeschichte waren es auch Zeichnungen mit Kohle oder Graphit, die als Gemälde gehandelt wurden, aber seitdem die Malweise mit Ölfarben etwa im 16./17. Jahrhundert nach Christi ihren Durchbruch feierte, mussten diese weichen. Malerische Techniken sind schlichtweg nachhaltiger als Zeichnungen.
Die erste Assoziation, welche die meisten Menschen bei dem Wort „Gemälde“ haben, sind folglich am häufigsten die Bekanntesten und mit Öl gemalten, wie beispielsweise die „Mona Lisa“ Da Vincis oder „Die Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli.
Jedoch sind es nicht diese, welche am teuersten gehandelt werden. Die drei teuersten Gemälde aller Zeiten sind Leuten, ohne ausgeprägte Kenntnisse im künstlerischen Bereich, höchstwahrscheinlich unbekannt.
Das drittteuerste Gemälde, welches, bis zum heutigen Tage, jemals verkauft wurde, stammt von Pablo Picasso, dem spanischen Künstler und Wegbereiter, wenn nicht sogar Mitbegründer des Kubismus. Es handelt sich um sein kubistisches Werk „Nackte, grüne Blätter und Büste“, welches 1932 als Ölgemälde entstand und dessen Käufer im Jahre 2010 rund 106,5 Millionen US-Dollar für den Erwerb dieses Kunstwerkes zahlte. Dieser Künstler und sein Gemälde sind den meisten Kunstlaien wohl noch am ehesten bekannt.
An zweiter Stelle stand kurze Zeit das Gemälde „Adele Bloch-Bauer 1“ von Gustav Klimt, einem österreichischen Künstler des Jugendstils, aus dem Jahre 1907. Es ist sehr kostbar, da es eines der bedeutendsten Gemälde des österreichischen Jugendstils ist, aber auch, da es sowohl mit Ölfarben, als auch mit Gold und Silber gemalt ist. Es hatte einen Kaufpreis von rund 135 Millionen US-Dollar und war somit dem Gemälde Picassos um einige Millionen Dollar voraus.
Doch das teuerste Gemälde, welches jemals gezeichnet und verkauft wurde, ist das Meisterwerk des abstrakt, expressionistischen US-Künstlers Paul Jackson Pollock, von 1948. Es trägt den nichtssagenden Titel „No.5“, ist ebenfalls ein Ölgemälde und wurde für überragende 140 Millionen US-Dollar im Jahre 2006 verkauft.
Diese drei Gemälde könnten unterschiedlicher nicht sein. Sowohl was ihre Motive und Themen angeht, als auch ihren Epochen nach zu urteilen. Das Erste stellt den abstrakten Akt einer Frau, mit wenig naturalistischen Zügen dar, während das Zweite stark auf Details fixiert scheint und sehr naturalistisch ist. Das Dritte fällt hier vollkommen aus der Reihe, da es kein Motiv zeigt, sondern vielmehr ein expressives Gewirr aus Farben ist.
Ein Gemälde kennt also weder Epochen, noch Grenzen.
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