Maria Theresia von Spanien, die Gattin des Sonnenkönigs, hatte es am französischen Hof nicht leicht: mit der frivolen Leichtigkeit konnte sie nichts anfangen, an der geistvollen Konversation bei Hofe konnte sie sich nicht beteiligen, weil sie die Sprache nur ungenügend beherrschte und schon bald nach der Hochzeit wandte ihr Mann sich seinen Mätressen zu. Aber Maria Theresia hatte eine mächtige Trösterin und Verbündete: die Schokolade. Bis zu sechs Tassen des heißen, süßen, samtigen Getränks ließ sie sich täglich zubereiten. Obwohl der Sonnenkönig Schokolade verachtete – er hielt sie für „ein Nahrungsmittel, das den Hunger täuscht, aber den Magen nicht füllt“ - , ließ Maria Theresia ihren flüssigen Trost bei Empfängen und offiziellen Anlässen servieren. Und schon bald war die bislang in Frankreich unbekannte Schokolade das Modegetränk der Saison. Julien Turgan wird wie folgt zitiert: „Der Hof wollte wie die junge Königin Schokolade trinken, ihr zu Gefallen, so sagt man, und ganz Paris tat es ihm gleich.“ Maria Theresia merkte schon damals, dass Schokolade etwas in sich hat, was tröstet. Heute wird in Bezug auf Schokolade von einer „antidepressiven Wirkung“ gesprochen. Eine neue Studie über die Wirkung von Schokolade liefert jetzt neue Hinweise auf diese antidepressive Wirkung von Schokolade. Die Studie, die in der Zeitschrift „Nutritional Neuroscience“ veröffentlicht wurde, beruht auf Versuchen mit einem Polyphenol Extrakt aus der Kakaobohne. Barry Callebaut ist der weltweit führende Anbieter von Industrieschokolade und das von ihm hergestellte Extrakt wirkte bereits in Tierversuchen mit Ratten als Antidepressiva. Barry Callebaut sieht in den Ergebnissen einen ersten Schritt, die antidepressive Wirkung von Kakao und Schokolade auch im menschlichen Organismus nachzuweisen. Jedoch bestehe hier noch sehr viel Forschungsbedarf. Neben den Hinweisen auf die antidepressive Wirkung von Schokolade kann die leckere Süßigkeit auch noch anders glücklich machen: Schokolade setzt Endorphine im Gehirn frei. Schon ein paar Stückchen Schokolade veranlassen im menschlichen Körper die Produktion der so genannten "Endorphine", den sogenannten Glücksstoffen im Blut. Ein anderer Botenstoff, der gute Laune auslöst, ist Serotonin. Der Zucker in der Süßigkeit ruft einen schnellen Insulinausstoß hervor, was wiederum unsere Laune aufbessert. Besonders für Frauen ist die Schokolade ein wichtiger Glücksbringer. Der Grund: Frauen greifen häufiger zur Tafel Schokolade, was mit ihrem Hormonhaushalt zu tun hat. Schokolade, egal in welcher Form und Größe, egal in welcher Geschmacksrichtung macht einfach glücklich. Ob besonders gelungene Pralinen oder die einfache Tafel-Schokolade aus dem nächsten Supermarkt – glücklich machen sie alle! Da ist es auch gar nicht so schlimm, dass Schokolade süchtig macht.. das wusste schließlich schon Maria Theresia.
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