Die dunklen und kalten Wochen rund um Weihnachten sind nicht nur geprägt durch christliche Rituale, sondern auch durch heidnische Traditionen. Diese uralten Sitten und Gebräuche sind zum Teil noch heute erhalten. Dies gilt auch für die zwölf "Raunächte" nach Weihnachten, in dem Zeitraum "zwischen den Jahren".
Früher glaubten die Menschen, in den Raunächten (oder "Rauhnächten") stünde das Reich der Geister offen. Das Volk fürchtete sich vor Dämonen und den Seelen der Verstorbenen. Zur Abwehr von Unheil wurden allerlei Handlungen ersonnen, die die Geister abwehren sollten. Dazu zählt wohl auch das laute Böllern in der Silvesternacht.
Der Ursprung der Raunächte liegt großenteils im Dunkeln. Es gibt aber plausible Deutungen, die darauf verweisen, dass der alte Mondkalender nur 354 Tage umfasst - elf Tage und zwölf Nächte weniger als unsere heutige Zeitrechnung. Die überzähligen Tage, beginnend mit dem 25. Dezember, machten den Menschen, die noch stark im mythischen Glauben verhaftet waren, eine gehörige Angst.
Während in manchen Regionen zwölf Raunächte gezählt werden, sind es in anderen Gegenden nur vier besonders wichtige. Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurden die meisten Rituale rund um die Raunächte zurückgedrängt und durch christliche Riten überprägt. Im Alpenraum hat sich beispielsweise die Perchtenläufe erhalten. Und das beliebte Bleigießen zu Silvester geht wohl auf alte Orakel zurück.
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