Diese Geschichte rührte ganz Amerika zu Tränen: Bobtail Henley erzählt aus seinem Leben und es beginnt in einer Zuchtstation. Während seine zehn Geschwister immer wieder herausgeputzt und potentiellen Käufern vorgestellt wurden, ließ man ihn, als den kleinsten, immer im Schuppen. Als alle Bobtails aus diesem Wurf verkauft waren, verließen die Züchter das Grundstück und ließen den Kleinen einfach zurück.
Autorin Judith Kristen lässt in dem Buch "Ich bin der Henley" ihren Bobtail in der Ich-Form erzählen. Daher ist es besonders anrührend zu lesen, wie der Welpe anfängt, Käfer zu fangen, um nicht zu verhungern. Schließlich verliert Henley jede Hoffnung und wartet auf den Tod.
Henley hat Glück im Unglück
Doch Henley hat Glück: Eine Tierschützerin stöbert den haarlosen, abgemagerten Hund auf, päppelt ihn hoch und vermittelt ihn an die damals 52-jährige amerikanische Schriftstellerin Judith Kristen. Sie hatte von jeher eine Affinität für Bobtails, einer alten, englischen Hunderasse, und verpasst dem räudigen Welpen den ebenfalls alt-englischen Namen "Henley".
Henley entwickelt sich prächtig und genießt das das Leben, das noch aufregender wird, als eines Tages ein Herrchen auftaucht und Minka mitbringt - eine Katze! Anfangs ist es gar nicht so leicht für die beiden, Freundschaft zu schließen. Denn Henley jagt die fremde Katze durch das ganze Haus, bevor er von ihr überlistet und „Idiot“ genannt wird.
Bestseller in Amerika: My Name is Henley
Doch nach und nach fassen Henley und Minka Vertrauen zueinander, und endlich hat Henley jemanden, mit dem er reden kann. Daran ändert sich auch nichts, als im Laufe der Jahre noch vier weitere Katzen in den Haushalt der Kristens kommen.
Zehn Jahre später schrieb Judith Kristen diese anrührende, zu Herzen gehende Geschichte und wurde in Amerika damit schlagartig bekannt. „My Name is Henley“ wurde 2008 in vielen Schulen zur Pflichtlektüre, und täglich bringt der Postbote dem Bobtail körbeweise Fanpost. Autorin Judith Kristen tingelt mit Hund und Buch von Schule zu Schule und sammelt dabei für die regionalen Tierheime. Auch der Erlös des Buches kommt zu einem großen Teil dem Tierschutz zu Gute.
Neu auf dem Markt: Die deutsche Fassung
Seit kurzem können sich auch Hundefreunde in Deutschland an Henleys Geschichte erfreuen. Der Reichel-Verlag hat den amerikanischen Bestseller übersetzen lassen, mit vielen Farbfotos von Henley und seinen Katzenfreunden bestückt und unter dem Namen „Ich bin der Henley“ verlegt. Ein warmherziges, rührendes Buch, das Kinder und Tierliebhaber gleichermaßen erfreut. Aber: Taschentücher bereithalten! Spätestens in Kapitel 42, wenn Minka stirbt, werden Sie sie dringend brauchen!
Judith Kristen: Ich bin der Henley. Reichel Verlag 2009. Broschur, 120 Seiten. Euro 11,90.
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