Wenn man ungewollt schwanger geworden ist, ist die Entscheidung für die Abtreibung oder für das Kind oftmals sehr schwierig. Wie Sie eine Entscheidung treffen, mit der Sie gut leben können.
Abtreibung ja oder nein? Eine schwere Entscheidung für ungewollt Schwangere. Wie Sie eine Entscheidung treffen, mit der Sie gut leben können.
Jedes Jahr wird eine Vielzahl von Schwangerschaftsabbrüchen durchgeführt. Hier könnte man annehmen, dass sich ungewollt schwangere Frauen mit der Entscheidung, ob sie eine Abtreibung durchführen lassen sollten oder das Kind zur Welt bringen, leicht tun. Oftmals ist das jedoch keineswegs der Fall. Abtreibung ja oder nein? Werfen wir zunächst einen Blick darauf, wann ein Schwangerschaftsabbruch überhaupt erlaubt ist.
Von Rechts wegen gibt es beim Schwangerschaftsabbruch drei Tatbestände: Abtreibung aufgrund medizinischer Indikation, Schwangerschaftsabbruch nach einer vorausgegangenen Vergewaltigung und die Abtreibung auf eigenen Wunsch. Ein medizinischer Grund liegt dann vor, wenn Leib und Leben der werdenden Mutter gefährdet ist. Hier ist ein Schwangerschaftsabbruch auch in der Spätschwangerschaft noch rechtmäßig. Ein medizinischer Grund liegt allerdings tendenziell selten vor. Noch seltener findet eine Abtreibung aufgrund kriminologischer Indikation statt.
Das mit riesigem Abstand häufigste Motiv für eine Abtreibung ist der Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregelung. Im Prinzip ist eine Abtreibung auf eigenen Wunsch in Deutschland grundsätzlich verboten. Gemäß § 218a StGB bleibt der Schwangerschaftsabbruch nur straffrei, wenn der Abbruch nach der so genannten »Beratungsregelung« gemäß § 219 Strafgesetzbuch vorgenommen wird. Deshalb muss eine intensive Beratung durch eine Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle geschehen. Die schwangere Frau erhält von dieser Stelle (z. B. pro Familia) einen Nachweis, dass dieses Gespräch geführt worden ist. Wenigstens drei Tage muss man anschließend warten, bis der Eingriff vollzogen werden darf.
Abtreibung ja oder nein? Gerade für Frauen, welche bis dato keinen Entschluss gefasst haben, bietet das Gespräch eine Möglichkeit, klarer zu sehen. Die Möglichkeit, sich mit geschultem Personal zu unterhalten, sollte sich die ungewollt schwanger Gewordene nicht entgehen lassen. Aber auch im Anschluss an den Termin bei einer anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle, ist bei weitem nicht jede Frau in der Lage, einen Entschluss zu fassen.
Abtreibung ja oder nein? Warum fällt vielen Frauen diese Entscheidung so unheimlich schwer? Die Angst, mit den Folgen der Entscheidung nicht zu Recht zu kommen, ist oftmals groß. Fällt die Entscheidung für das Kind aus, stehen gravierende Änderungen an. Doch auch bei der vermeintlich einfacheren Alternative, dem Schwangerschaftsabbruch, sind die Konsequenzen oftmals nicht im Vorhinein zu überblicken.
Es kommt vor, dass sich die Frau nach einem vorgenommenen Schwangerschaftsabbruch enorme Vorwürfe macht, was dazu führen kann, dass sich seelische Krankheiten, wie Depressionen oder eine Angststörung manifestieren. In vielen Fällen stellen sich keine schweren psychischen Erkrankungen ein. Man sollte sich jedoch zugestehen, nach einem Schwangerschaftsabbruch traurig darüber zu sein, dass das Kind nicht da sein darf. Das ist vollkommen normal.
Das Wissen, dass Schuldgefühle, verbunden mit psychischen Folgen nicht die Regel sind, bringt jedoch nichts, wenn die Betroffene zu der Gruppe von Frauen gehört, die mit der Abtreibung nicht zurecht kommen. Dementsprechend empfiehlt es sich, sich bereits zuvor eindringlich mit der Frage - Abtreibung ja oder nein - zu beschäftigen.
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