Spätestens seit dem Buch "Wir nennen es Arbeit" vom Team der Riesenmaschine wissen wir, dass das Büro überall sein kann und dass das auch gut so ist. Zumindest wenn man als Freelancer sein Dasein fristet und am urbanen Puls der Zeit lebt. Wie aber können Möbel diesen Lifestyle im trauten Heim verkörpern, ohne die wohlverdiente Rückzugszone in einen Ort von Stress zu verwandeln? Eins sei gesagt: Inneneinrichtung kann alles, man muss es nur wollen.
Mut zur Insel
Möbelhäuser gibt es beinahe wie Sand am Meer und die Auswahl lässt einen - manchmal im positiven, manchmal im negativen Sinne - den Atem stocken. Büro Möbel bringen zumeist den Charme von Großraum und Kantine mit sich, doch zum Glück gibt es mittlerweile auch in dieser Sparte Ausnahmen. Und mal ehrlich: je kleiner das Arbeitsgerät, desto stylischer kann auch die eigene Arbeitsecke zuhause eingerichtet werden. Schreibtische in kubistischer Form oder Bürostühle, die eher mit dem Relaxsessel als mit dem Drehstuhl verwandt sind, begeistern heutzutage immer mehr Leute, die in den urbanen Zentren Wohnen und Arbeiten in den gleichen Räumlichkeiten organisieren. Dabei gibt es prinzipiell zwei Wege der Raumraumgestaltung: entweder der Arbeitsplatz wird von Raum abgetrennt oder geschickt in selbigen integriert. Das kann man manchmal am besten über den auf den ersten Blick unmöglichen Weg erreichen: mitten im Raum kann der Arbeitsplatz als Insel der Seriösität wirken, ohne den Raum steif zu machen. Dazu muss man in der Positionierung der anderen Möbel allerdings die o.g. Insel konsequent ignorieren. Flexibilität ist alles! Umrahmt von einer schönen Wohnlandschaft lässt es sich doch gleich viel entspannter auf der Arbeitsinsel thronen, ohne dabei einem Bore-Out wegen der Umgebung mit Großraumbüro-Charme zu erliegen.
Ruheinsel meets Arbeitsinsel
Wichtig bei diesem Insel-Prinzip: Wohn- und Arbeitsinsel müssen ineinander übergehen! Keine scharfen Trennlinien, kein Arbeitsplatz in der Ecke. Vielmehr soll die Arbeitsinsel an die Wohninsel angedockt sein, um Arbeit und Wohnen neu aufeinander einzuspielen. Dafür ist ein hohes Maß an Toleranz erforderlich - beim Relaxen muss der Blick auf den Laptop nicht gleich dazu animieren, nochmal kurz bei Xing alle Gruppennews abzuchecken und beim Arbeiten darf der Gang zum Sofa zwar ab und zu mal sein, aber nicht in Herumlümmeln enden. Freelancen erfordert also ein großes Maß an Flexibilität, was auch vor der eigenen Wohnungtür nicht halt macht. Mit dem Insel-Prinzip gelingt dabei die Kombination von Lifestyle und Workflow am besten - das liegt daran, dass keine künstliche Grenze gezogen wird, die Leben und Arbeiten explizit trennt. Der missmutige Blick auf die Nische, in der Schreibtisch und Bürostuhl gequetscht stehen, kommt mit dem Inselprinzip also gar nicht erst zu Stande. Zwanglos und flexibel, so siehts aus - und das verbessert neben der Atmosphäre im Raum auch den Workflow.
Die richtigen Möbel
Zum Insel Prinzip gehören natürlich auch spezielle Möbel, damit Lifestyle und Workflow passend ineinander übergehen. Dazu ist die Zeit für ausladende, am besten noch sich über die Ecke streckender Schreibtische gezählt. Kleine, kompakte Möbel und Drehstühle in Sesseloptik machen das Inselprinzip perfekt und bequemes Arbeiten möglich. So fühlt man sich beim Arbeiten nicht mehr nur als sein eigener Chef, sondern auch als Individuum, das nicht nur in gekünstelter Arbeitsatmosphäre sein Pensum schafft. Die richtigen Möbel finden sich mittlerweile vor allem an Orten, die solchen Modellen des Lebens und Arbeitens in einem Raum offen gegenüber stehen - so etwa im Internet. Rumstöbern lohnt sich ebenso wie das Inselprinzip auszuprobieren: überzeugen Sie sich selbst!
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