Breitband auf dem Land - Auf der Suche nach DSL-Alternativen
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Auf der Suche nach DSL-Alternativen auf dem Land

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Das Internet bietet zunehmend mehr Multimedia-Inhalte. Videos, Musik, Bilder, Online-Spiele: Für die rasant anwachsenden Datenmengen werden schnelle Internetzugänge benötigt. Die Nutzer der derzeit rund 14 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland profitieren schon jetzt von kurzen Zugriffs- und Downloadzeiten. Doch in etlichen – insbesondere ländlichen und ostdeutschen - Gebieten heißt es nach einem DSL-Verfügbarkeitscheck immer noch allzu oft: „Leider ist DSL an Ihrem Anschluss derzeit nicht verfügbar“. Der Kreis der Betroffenen ist dabei nicht gerade klein. So sollen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums, das im April 2007 den aktualisierten „Breitband-Atlas“ vorgestellt hatte, noch rund 1 Million Bürger auf einen DSL-Anschluss warten.
Teilweise liegt dies an der zu großen Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle, da eine DSL-Schaltung bei mehr als 5 Kilometern Distanz technisch problematisch ist. Einen Hoffnungsschimmer könnten jedoch neu entwickelte Breitband-Extender bilden, die die DSL-Reichweite auf rund 10 Kilometern erhöhen könnten. Häufig sind aber die Vermittlungsstellen noch nicht mit der neuesten Technik ausgestattet.
Vor allem in Ostdeutschland kommt erschwerend hinzu, dass nach der Wende in den Neunziger Jahren flächendeckend Glasfaserleitungen verlegt worden sind. Glasfaser ist eine zukunfsfähige Verkabelung. Aber nur mit großem Aufwand und hohen Kosten kann in diesen Gebieten DSL zur Verfügung gestellt werden, da DSL eine auf Kupferkabel basierende Technik ist,
Welche Breitband-Alternativen gibt es also derzeit zu der herkömmlichen DSL-Technik ?

Internet via TV-Kabel
Die privatisierten Kabelnetze in Deutschland befinden sich heute zum größten Teil im Besitz einiger großer, regionaler Kabelgesellschaften. Netzbetreiber wie Unitymedia in NRW und Hessen, KabelBW in Baden-Württemberg und die ehemalige Telekom-Tochter Kabel Deutschland im Rest  Deutschlands beherrschen den Markt. Um die rund 18 Millionen verkabelten Haushalte jedoch „internetfähig“ zu machen, ist ein Rückkanal notwendig. Hierzu sind aufwändige, technische Prüfungen und hohe Investitionen erforderlich. 2007 haben die  Kabelnetzbetreiber mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Netzausbau investiert und auch 2008 werden große Mengen Geld in die Hand genommen um den Netzausbau zu beschleunigen. Von dem Ausbau der Netze profitieren dann auch die Bewohner in ländlichen Gebieten, denen DSL bislang verwehrt ist. Ein flächendeckender Ausbau der Kabelnetze ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht erfolgt, eine breitere Verfügbarkeit wird erst in den nächsten Monaten erreicht. Bis Ende des Jahres 2007 sollte die Anzahl der ausgebauten Kabelhaushalte auf 19 Millionen steigen. Daher positionieren sich die Kabelnetzbetreiber zunehmend als Konkurrenz zu den DSL-Anbietern. Die Tarife für Triple-Play, das heißt Flatrates für Internet, Telefonieren und Digitales Fernsehen, nähern sich den Tarifen für DSL-Zugänge an. Unitymedia stellt derzeit beispielsweise einen Internetzugang mit 16.000 Kbit/s für 35 Euro monatlich zur Verfügung. Hinzu kommen die monatlichen Kabelgebühren in Höhe von 15,49 Euro. Kabel Deutschland bietet jetzt in seinem Paket Deluxe für 39,90 Euro sogar einen Downstream bis 30 Mbit/s  inklusive Telefonanschluss mit zwei Leitungen und Telefon-Flatrate an.

Internet via Satellit
Per Satellit ist überall in Deutschland ein Internetzugang erhältlich. In der Theorie sind sehr schnelle Downloadraten bis 18 Mbit/s möglich, die jedoch in der Praxis nicht immer erreicht werden. Es fallen zudem höhere Anschaffungskosten an, da neben einer PCI-Satellitenkarte oder  USB-Box auch eine Satellitenschüssel benötigt wird. Bei den meisten Angeboten ist noch ein Telefonanschluss für den Upload von Daten erforderlich. Erst seit kurzem werden auch Tarife mit Rückkanal angeboten. Solche Zwei-Wege-Lösungen bieten zum Beispiel die Firmen Filiago und Teles an. Bei skyDSL von Teles kommt man bei einem Download von 2.000 Kbit/s und einem Upload bis zu 156 Kbit/s beispielsweise auf Gesamtkosten von monatlich 49,90 Euro. Nach wirtschaftlichen Problemen ist Ende Januar 2008 ein Schweizer Investor bei skyDSL eingestiegen. Der bisherige Hauptaktionär Teles hält nur noch einen Anteil von rund 20 Prozent. Nun soll aber 2008 wieder durchgestartet werden. Beim Konkurrenten Filiago finden sich Sat-Internetpakete bis zu einem Download von 1.024 Kbit/s im Angebot, der Upload ist auf 128 Kbit/s beschränkt. Dafür fallen monatliche Kosten ab 39,95 Euro an.
Der Nachteil der Internetverbindung über Satellit liegt neben den höheren Kosten vor allem auch in dem langsamen Upload. Lange Reaktionszeiten verderben Online-Spielern und Chat-Nutzern den Spaß. Internet per Satellit wird daher bis auf weiteres wohl nur ein Nischenprodukt bleiben.

UMTS
Der Mobilfunkstandard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ist seit 2004 in Deutschland kommerziell verfügbar. Bis Ende 2005 mussten die vier großen Mobilfunk-Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 aufgrund von Lizenzauflagen jeweils eine UMTS Netzabdeckung von mindestens 50 % erreichen. Dies ist zwar erfüllt, doch zeigen sich noch sehr große Versorgungslücken. Hier trifft es dann vor allem wieder die ländlichen Gebiete. Mit UMTS sind Downloadraten bis zu 384 Kbit/s möglich. Die angebotenen Tarife sind meist volumenbasiert. Eine ernsthafte Konkurrenz zu den DSL-Flatrates ist damit nicht gegeben. Der neue Standard HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), der auf UMTS aufbaut, erlaubt aber zukünftig Downloads mit bis zu 7,2 Mbit/s. Mittlerweile gibt es auch erste Flatrates, die das schnelle UMTS nutzen, so etwa von Moobicent, Base oder Vodafone. Alle Netzbetreiber rüsten daher derzeit ihr UMTS-Netz mit HSDPA auf. Bis zur kompletten Netzabdeckung wird es jedoch noch dauern und somit ist UMTS für Interessenten auf dem Land kurzfristig noch keine Alternative.

WiMAX
Bereit seit einigen Jahren ist der kabellose DSL-Killer WiMAX im Gespräch. Die Funktechnologie WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) galt und gilt als eine der Techniken, die in der Lage sind, eine wirkliche DSL-Alternative zu werden. Theoretisch möglich ist eine Reichweite von 50 Kilometern, realistischer sind eher Distanzen von bis zu 12 Kilometern. Die möglichen Datenübertragungsraten sind mit bis zu 70 Mbit/s erheblich höher als bei UMTS und bieten sich somit auch für die mobile Nutzung an. Dennoch ist der Durchbruch auch 2007 noch nicht gelungen. Arcor hat mit Arcor AirMax einen Feldversuch in der Stadt Kaiserslautern gestartet, die DBD Deutsche Breitband Dienste GmbH aus Heidelberg bietet seit Frühjahr 2007 unter Ihren Marken MAXXonair (in Großstädten) und DSLonair (ländliche Gebiete) WiMAX zu konkurrenzfähigen Preisen an. Zur Zeit sind die Funknetze aber noch mit großen Lücken versehen. Ein bundesweiter Ausbau ist jedoch geplant und etliche Unternehmen springen auf den WiMAX-Zug auf. Intel als Partner von DBD wird 2008 WiMAX-Chips in Notebooks einbauen, Nokia und Motorola sollen 2008 erste WiMAX-fähige Handys liefern.

Powerline
Internet über die Stromleitung schien zunächst eine verheißungsvolle Alternative zu DSL zu sein, da die Stromnetze überall zur Verfügung stehen. Doch schnell verabschiedeten sich die großen Stromanbieter von dieser DSL-Alternative, die kraftvoll „Powerline“ getauft worden war. Unter anderem waren es Probleme mit elektromagnetischer Abstrahlung und die nicht immer gleichbleibend garantierte Geschwindigkeit, die zu einem fast vollständigen Aus dieser Technologie in Deutschland führte. Nur in Mannheim betreibt die Firma Vype ein Powerline-Netz. Diese Technik stellt somit keine aktuell verfügbare DSL-Alternative mehr dar.

DSL-Alternativen erst mittelfristig flächendeckend verfügbar
Wer auf dem Land lebt und schnelles Internet abseits der DSL-Technik sucht, findet im Herbst 2007 immer noch keine wirklich flächendeckend verfügbare, technisch ausgereifte und  zugleich kostengünstige Alternative. Eine Zukunft werden in den nächsten Monaten und Jahren vor allem die Techniken haben, die mobiles Internet ermöglichen (WiMAX, UMTS mit HSDPA). Für stationären Interneteinsatz zuhause werden auch die ausgebauten Kabelnetze – wie in anderen Ländern schon länger üblich  –  zur DSL-Alternative werden.



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