Immer wieder wird die Frage gestellt, ob man Tapete auf Tapete tapezieren kann. Wer seine eigenen vier Wände vorrichten will, scheut oft das Entfernen der alten Tapeten. Und das aus verschiedenen Gründen. Alte Tapeten sitzen manchmal so fest, dass das Abtapezieren sehr aufwendig ist. Bei Mietwohnungen, welche mit Raufasertapeten vortapeziert sind, möchten Mieter gern die Raufaser an der Wand belassen, um bei einem Auszug die Tapeten nicht wieder anbringen zu müssen. Die Möglichkeit, Tapete auf Tapete zu tapezieren, wird dann in Betracht gezogen. Aber funktioniert das überhaupt?
Tapete auf Tapete ist keine gute Lösung
Und das aus verschiedenen Gründen. Oft haben die Tapeten Strukturen, die bei der neuen Tapete dann durchgedrückt werden. Gerade bei Raufasertapeten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Struktur durch die neue Tapete zu sehen ist. Vor allem dann, wenn die neue Tapete nicht sehr dick ist. Die durchdrückende Struktur würde das Erscheinungsbild der neuen Tapeten zerstören. Doch auch andere Kriterien sprechen gegen das Tapete auf Tapete Prinzip. Tapeten sind oft beschichtet und schließen den Untergrund. Tapeten benötigen aber einen gleichmäßig saugenden Untergrund, der dann nicht mehr gegeben ist. Raufasertapeten werden überstrichen. Auch die Farbe verhindert die Saugfähigkeit des Untergrunds. Man sollte sich also immer gegen Tapete auf Tapete entscheiden.
Wenn es denn doch sein muss...
Maler würden natürlich schon bei dem Gedanken die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber manchmal lassen sich Hobby-Tapezierer eben nicht von dem Gedanken, Tapete auf Tapete zu tapezieren abbringen. Wenn es schon sein muss, sollte man einiges beachten. Wichtig ist vor allem, dass man die richtigen Tapeten wählt. Wer Tapete auf Tapete bringen möchte, sollte auf keinen Fall sehr glatte und dünne Tapeten wählen, durch die die Struktur der alten Tapeten durchdrückt. Auf Flachvinyltapeten, Kompaktvinyltapeten und PVC-Tapeten lassen sich keine neue Tapeten tapezieren. Man sollte es also gar nicht erst versuchen. Auch bei Latexanstrichen von Raufasertapeten wird man nur wenig Glück haben. Bei allen anderen Tapetenarten ist es ratsam, eine Testklebung zu machen, bevor man dauerhaft Tapete auf Tapete klebt.
Makulaturpapier kann helfen
Ist man sich nicht sicher, ob die neue Tapete auch wirklich auf der alten Tapete haftet, kann Makulaturpapier Abhilfe schaffen. Das feine Papier wird einfach auf die alten Tapeten geklebt und schafft einen guten Untergrund für die neuen Tapeten. Auch Strukturen alter Tapeten können damit ausgeglichen werden. Obendrein erhält man einen gleichmäßig saugfähigen und farblich einheitlichen Untergrund, der auch für Vliestapeten geeignet ist. Dennoch sollte man die Möglichkeit Tapete auf Tapete eher nicht anwenden. Man kann sich nie sicher sein, ob das Tapezierbild der neuen Tapeten auch wirklich hinterher perfekt ist.
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