Nicht immer liegt es an zu geringem Üben, wenn jemand schlechte Rechtschreibleistungen erbringt. Auch die Einstellung kann sich auswirken.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was jemanden mit guten Rechtschreibresultaten von einem mit schlechten unterscheidet. Klar, wer schlecht ist, macht mehr Fehler. Aber was macht der gute Rechtschreiber innerlich – sozusagen mit seinem inneren Computer – anders?
NLP-Erkenntnisse Robert Dilts, ein Pionier des Neurolinguistischen Programmierens, hat sich dieser Fragestellung schon vor Jahren angenommen. Er fand einige bemerkenswerte Unterschiede. Wer in der Rechtschreibung gut ist, benutzt nicht in erster Linie sein Gehör, um ein Wort lautgetreu zu schreiben. Ein guter Rechtschreiber weiß irgendwie um um die Tatsache, dass sehr viele Wörter nicht so geschrieben werden, wie man sie spricht. Die guten Rechtschreiber erinnern sich visuell an das Wortbild, wenn sie ein Wort hören. Die guten stellen sich das Wortbild Buchstabe für Buchstabe im Geiste vor. Dann schreiben sie, was sie vor ihrem inneren Auge sehen. Als letztes, falls sie es doch falsch geschrieben haben, bekommen sie irgendwie ein komisches Gefühl über das Wort – bei richtig geschriebenen Wörter fühlt es sich gut oder richtig an. Mancher gute Rechtschreiber schreibt auch zwei oder mehr verschiedene Schreibweisen auf und sucht sich das Wort heraus, das sich richtig anfühlt. Die guten Rechtschreiber nutzen auch immer wieder Rechtschreibregeln, was den schlechten fremd ist. Bemerkenswert ist auch, dass die guten Rechtschreiber meist viel lesen und dabei auch Freude erleben. Ihnen wurde oft im Kindergartenalter schon von den Eltern, bei denen es auch ausreichend Bücher und Zeitschriften gibt, vorgelesen. Dies haben sie als schön und positiv erlebt. Ihre Einstellung lautet in etwa: „Lesen ist gut.“, „Lesen macht Spaß.“, „Lesen bringt mir was.“ und Ähnliches mehr. Die schlechten denken eher: „Lesen ist grausam.“, „Lesen macht keinen Spaß.“ Wie beim Lesen verhält es sich mit der inneren Einstellung auch beim Schreiben. Die guten Rechtschreiber denken zum Beispiel: „Schreiben ist ein Kinderspiel.“, „Schreiben macht Spaß.“ Dies ist immer wieder mit positiven Emotionen und Gefühlen verbunden. Wenn ein guter Rechtschreiber einen Fehler macht, lässt er sich dadurch nicht entmutigen, sondern der Fehler wird als Herausforderung gesehen, es das nächste mal besser zu machen. Bei den schlechten finden sich andere Gedanken über das Schreiben wie zum Beispiel: „Muss das sein.“, „Das kann ich nicht.“ Fehler werden als entmutigend erlebt und die Gedanken gehen eher in eine sich selbst niedermachende Richtung: „Ich schaff es nie.“, „Das kann ich nicht.“ Bei den schlechten stellen sich unangenehme Emotionen ein, was oft dazu führt sich vor allem, was mit Lesen und Schreiben verbunden ist, zu drücken.
Wenn man obige Erkenntnisse berücksichtigt, kann dies heißen, den schlechten Rechtschreiber zu ermutigen. Man kann ihm sagen: „Du schaffst es schon.“, „Du kannst das lernen.“, „Heute ist es leider falsch, aber du lernst von Tag zu Tag dazu.“ Man kann auch dafür sorgen, Lesen und Schreiben mit positiven und angenehmen Gefühlen zu koppeln. Voraussetzung ist für eine ruhige und ungestörte Lernumgebung zu sorgen. Dies bedeutet auch: Der Eltern- oder Großelternteil, der mit dem Kind übt, sollte ruhig und gelassen bleiben. Weiterhin kann es eine kleine Belohnung geben, wenn das Kind eine bestimmte Zeit, auch wenn es nur 10 Minuten waren, geübt hat.
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