Geschwindigkeitsüberschreitung - ein Kavaliersdelikt?
Das ist fast schon jedem Autofahrer passiert: Man ist in Eile und drückt etwas fester auf das Gaspedal und schon wird man geblitzt. Hat man dieses Problem häufiger, kann das ganz schön teuer werden. Von den meisten Autofahrern wird dies scheinbar als Kavaliersdelikt gesehen. Stimmt das?
Geschwindigkeitsüberschreitung - ein Kavaliersdelikt?
Viele Fahrer ärgern sich, da sie wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung eine Geldbuße zahlen müssen oder Punkte in Flensburg kassieren. Doch die Unfallstatistik zeigt, dass Geschwindigkeitsübertretungen keine Kavaliersdelikte sind, sondern schlimme Folgen nach sich ziehen können. Ein Großteil der tödlichen Verkehrsunfälle ist auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Jedes Jahr sterben vor allem jugendliche Auto- und Motorradfahrer, die sich selbst überschätzen und aufgrund der hohen Geschwindigkeit die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren. Nicht selten kommen dabei auch andere Menschen zu Schaden.
Im Frühjahr 2006 kamen bei einem tragischen Autounfall zwei Jugendliche aus Süddeutschland ums Leben. Zwei weitere Insassen des Unfallwagens wurden dabei schwer verletzt. Zu dem Unfall war es gekommen, als der Fahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Fährenturm geprallt war.
Ein Kraftfahrer steht im Verdacht, das Leben zweier Verkehrsteilnehmer auf dem Gewissen zu haben. Der Mann soll wegen der hohen Geschwindigkeit und riskantem Verhalten auf der Landstraße die Fahrerin eines anderen Wagens so stark unter Druck gesetzt haben, dass diese einen tödlichen Unfall verursachte.
Jedes Jahr weist die Polizei zu Beginn der Motorradsaison darauf hin, dass die Fahrer über den Winter aus der Übung gekommen sind und daher vorsichtig sein sollten. Dennoch kommt es immer wieder zu schweren Unfällen – viele davon enden tödlich.
Auch Fußgänger leben gefährlich. Wiederholt werden immer wieder Leute angefahren, wenn sie über eine Ampel oder einen Zebrastreifen die Straße überqueren. Gerade bei Fußgängern und Kindern ist Vorsicht geboten, was in der Realität meistens nicht eingehalten wird. Durch die schnelle Geschwindigkeit ist der Bremsweg meist viel zu lang, um einen Unfall zu vermeiden.
Die meisten Unfälle hätten durch eine angepasste Geschwindigkeit verhindert werden können. Wer zu schnell fährt, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch das Leben anderer. Daher sind Geschwindigkeitsüberschreitungen als schwere Verstöße gegen die Verkehrsordnung und nicht als Kavaliersdelikte zu betrachten.
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