Man findet wirklich viele Cocktailrezepte und oftmals sieht man nur einen kleinen Verweis wo es um die Zubereitung geht, oftmals steht in der Rezeptanleitung 10 Sekunden shaken, oder Technik: shake, oder es fallen Begriffe wie Stir, Built in Glass, bauen, rühren im Rührglas usw. Manchmal findet man auch recht detaillierte Rezeptanleitungen, wo recht genau beschrieben wird was man alles Schritt für Schritt machen muss, damit der entsprechende Cocktail auch gelingt, doch aus eigener Erfahrung als Barkeeper weis ich, dass viele solcher Anleitungen völlig falsch sind.
Mit diesem Artikel will ich dir zeigen was es für gängige Methoden gibt um Cocktails zubereiten zu können und bei welchen Cocktails man welche Methode anwendet. Es geht darum das du ein Gefühl davon bekommst welche Methode sinnvoll ist und welche nicht, so dass du aus dem Bauch herraus die richtige Methode anwendest und damit auch mit deiner Entscheidung richtig liegst, denn wenn man versteht weshalb man z.B. ein Glas vorkühlen muss, oder man einen Cocktail mit der finestrain-Methode ausgießt, oder wann man einen Cocktail shaken muss und wie lange, dann gelingt dir auch jeder Cocktail und deine Gäste werden staunen.
Als erstes stelle ich dir die gängigsten Methoden vor um einen Cocktail zu mischen.
klassisches shaken: beim shaken in einem Bostonshaker, gibt man die Zutaten in das Glasteil des Shakers und füllt den Shaker zuvor immer mit Eiswürfeln (niemals Crushed Ice), die meisten Shaker haben ein Füllvolumen von 0,4 bis 0,5 l, dass ist ein großes Becherglas. Man gibt die Zutaten etwa bis eine Daumenbreite unter den Glasrand in den Shaker, dass Eis (4-6 Eiswürfel) ist schon mit dabei. Jetzt kommt es darauf an, was wir für Zutaten im Shaker haben, shaken macht nur dann Sinn, wenn wir Zutaten verarbeiten, die sich schlecht vermischen lassen, wie Sahne, Sirups usw, oder bei Cocktails bei denen man viel Saft dazu gibt. Hat man alles im Glasteil, setzt man das Metallteil auf und schüttelt kräftig etwa 10 Sekunden (20 Sekunden bei Sahne), sobald das Metallteil beschlägt, kann man sicher sein, dass dein Cocktail auch kalt ist. Man verwendet etwa 4 bis 6 Eiswürfel, denn wenn man zu wenig Eis verwenden würde, würde ironischerweise dein Cocktail verwässern, da wenig Eis bei warmen Zutaten schneller schmilzt, als genug Eis.
rühren im Rührglas: häufig liest man auch stir, oder stir in mixingglass, diese Methode wendet man an, wenn man Zutaten hat die sich leicht verbinden lassen, dies ist vor allem bei klassischen Cocktails wie Martini, oder Manhattan der Fall. Hier ist es wichtig das Rührglas vorzukühlen und das Schmelzwasser abzulassen.
built in glass, oder Cocktails bauen: wenn man nur 2-3 Zutaten hat, kann man Cocktails auch direkt in den Glas zubereiten, in dem man es auch serviert, dazu gibt man alle Zutaten in das Gästeglas und rührt mit einen Barlöffel um.
Jetzt kennst du schon mal die wichtigsten Techniken um Cocktails zubereiten zu können, wenn du jetzt ein Rezept ließt, kannst du besser entscheiden, welche Methode zur Anwendung kommen sollte und welche fehl am Platz ist.
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