Techniken zum Erkennen des Traumzustandes
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Techniken zum Erkennen des Traumzustandes

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Sieht man von den spontanen Klarträumen ab, haben alle folgenden Techniken etwas gemeinsam: Sie erfordern eine hohe Disziplin und einen gewissen Zeitaufwand, wenn sie zum Erfolg führen sollen. Es gibt manch einen talentierten Klarträumer, der mit nur sehr wenig Aufwand mühelos luzid träumt oder Traumgruppen, die ihre Mitglieder erfolgreich stark motivieren. Durch die Bücher von Tholey/Utrecht und LaBerge ist jedoch der Eindruck entstanden, das Klarträumen wäre sozusagen mit links zu erlernen und viele angehende Psychonauten mußte dadurch enttäuschende Erfahrungen machen. Ich würde sagen, daß das Klarträumen vom Aufwand in etwa dem Erlernen eines Instrumentes bis zur Orchesterreife entspricht. D. h. wenn Sie wirkliche Meisterschaft darin erlangen wollen, sollten sie täglich mindestens eine Stunde für die Übung einplanen, sonst kommen sie nur schwer zu dem alles verändernden Potential des Klarträumens.

Die Motivation als zentrale Voraussetzung des Erlernens:
Das Auftreten von Klarträumen ist (spontane KT ausgenommen) stark abhängig von der Motivation des Einzelnen. Diese können sehr unterschiedlich sein wie z. B.:

Spontane Klarträume: Nicht selten treten Klarträume ohne vorhergehende Übungen spontan auf, bei Männern oft nur phasenweise, bei Frauen nicht selten dauerhaft - jedoch zumeist "umfassendes" Klarträumen im Tholeyschen Sinne. Bevor ich regelmäßig übte, hatte ich immer wieder sporadische Klarträume, die ohne erkennbaren Grund auftraten.

Koordinationsverbesserung: Viele Künstler und Sportler, die auf eine hochsensible bzw. reaktionsschnelle Motorik angewiesen sind, nutzen das Klarträumen erfolgreich auf diese Weise. (Siehe auch "Schöpferisch Träumen") Wenn Sie z. B. unbedingt einen Wettkampf gewinnen wollen, könnte ihr unbedingter sportlicher Ehrgeiz Ihr Klartraumbewußtsein beflügeln. Mit etwas Glück erweitert das Klarträumen mit den Jahren Ihren Horizont, was das wahre Potential des Klarträumens angeht.

Problemlösung: Wenn Sie vor einer schwierigen und sehr folgenreichen Entscheidung stehen, die Sie treffen müssen, kann ihre Not Sie beflügeln, die täglichen Übungen kontinuierlich zu machen.

Alpträume: Alpträume können, so unangenehm sie für den Träumer auch sein mögen, ein hervorragendes Tor zum Klarträumen werden, da sie den Träumenden stark motivieren, den Traum zu verwandeln, das diese nie wieder auftreten. Der Lotus wächst aus dem Schlamm!

Physische Krankheit: Das Gleiche gilt (eingeschränkt) für Krankheiten. Viele Krankheiten werden durch seelische Konflikte ausgelöst oder begünstigt. In den Tiefen unseres Klartraumes können wir wertvolle Erkenntnisse gewinnen, wie wir Verletzungen in uns heilen können, und positiv unseren Krankheitsverlauf beeinflussen - oder das Leiden annehmen. Nicht alles ist im Traum heilbar!

Psychische Verletzungen: (Ich schreibe hier ausdrücklich nicht Krankheit, denn wenn Sie psychisch krank im Sinne einer schweren Depression oder Psychose sind bedürfen Sie professioneller Hilfe und sollten besser nicht alleine das Klarträumen üben, oder sich zumindest kundige Unterstützung dazu holen.) Seelische Verletzungen jedoch aus der Kindheit oder dem Alltag, anerzogene "Stimmen" in uns oder selbstzerstörerische Persönlichkeitsanteile können wir ohne weiteres als erfahrene Klarträumer in uns ausbalancieren und integrieren. Nutzen Sie diese großen "Beuger" als Treibstoff für ihre Klartraumarbeit.

Sehnsucht nach Erkenntnis, Liebe, Befreiung: Meines Erachtens der mächtigste Motor, um Ihren Urgrund zu erfahren, wie auch immer Sie Ihr innerstes Potential auch begreifen mögen. Es sind alles nur verschiedene Aspekte des gleichen Mysteriums.

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 Die Technik nach Tholey:
Der Klartraumpionier Paul Tholey ging von der Beobachtung aus, daß wir in der Nacht von dem träumen, was uns am Tag beschäftigt. Folglich bemühte er sich am Tag eine Art von kritischem Realitätsbewußtsein zu entwickeln, bei dem er sich zu vorher überlegten Anlässen automatisch fragte, ob er träumt oder nicht. Wird diese Verhaltensweise zu einer tiefen Gewohnheit, tritt sie mit der Zeit auch im Traum auf und kann zu einem Klartraum führen. Zu seinem ersten Klartraum schrieb er folgendes:
" Am Anfang meines Psychologiestudiums hatte ich einige Behauptungen über Träume gehört, die mir unglaubwürdig erschienen. Es wurde unter anderem behauptet, daß man im Traum keine Farben sehe und daß die Traumszenerie außerhalb des Gesichtsfeldzentrums sehr unscharf erschiene. Da ich mich selbst an meine Träume nur sehr schlecht erinnern konnte, war es mir nicht möglich, diese Behauptungen anhand meiner eigenen Träume zu überprüfen. Ich kam zu der Ansicht, daß man die fraglichen Behauptungen am besten überprüfen könne, wenn man während des Träumens systematische Beobachtungen über die Traumerlebnisse anstellte. Um die Durchführung solcher Beobachtungen zu ermöglichen, war es notwendig, eine Methode zu finden, die es erlaubt, sich der Tatsache, daß man träumt, bewußt zu werden.

Hierbei ließ ich mich von folgendem Grundgedanken leiten: Entwickelt man bereits während des Wachzustands eine kritische Einstellung gegenüber seinem augenblicklichen Bewußtseinszustand, indem man sich die Frage stellt, ob man wacht oder träumt, so überträgt sich diese kritische Einstellung auch auf den Traumzustand. Aufgrund der Ungewöhnlichkeit der Traumerlebnisse kann man dann in der Regel erkennen, daß man träumt. Im einzelnen ging ich folgendermaßen vor: Ich stellte mir tagsüber mehrmals (etwa fünf- bis zehnmal) die kritische Frage, ob ich wachte oder träumte. Obwohl hierbei niemals der geringste Zweifel darüber aufkam, daß ich mich im Wachzustand befand, zwang ich mich dazu, sehr sorgsam zu überprüfen, ob irgend etwas Auffälliges zu erkennen war, das mir einen Hinweis dafür geben könnte, daß ich mich im Traumzustand befand. Diese Überprüfungen nahmen jeweils die Zeit von ein bis zwei Minuten in Anspruch.

Nach vier Wochen hatte ich den ersten Erfolg. Die kritische Frage nach dem Bewußtseinszustand tauchte während des Träumens auf, und ich konnte die Tatsache, daß ich träumte, daran erkennen, daß ich einer Person begegnete, von der ich wußte, daß sie verstorben war. Ansonsten konnte ich nichts Auffälliges entdecken. Ich befand mich mit anderen Personen in einer Wiesenlandschaft. Alles wirkte unglaublich echt. Ich konnte mich mit den Personen ganz "normal" unterhalten, konnte Blumen pflücken, ihren Duft riechen und Beliebiges anderes wie im Wachzustand tun. Es war - vor allem wegen der Echtheit des Traumkörper-Ichs und der Traumszenerie - ein äußerst eindrucksvolles Erlebnis..."
Dieser Traum ist der Grundstein der heute verwendeten Lerntechnik. Der zugrundeliegende Gedanke ist so einleuchtend, daß ihn jedermann nachvollziehen kann: Was mich im Wachleben beschäftigt, das beschäftigt mich auch im Traum. Also hat mein Traum-Ich sehr wahrscheinlich auch dieselben Gewohnheiten wie mein Wach-Ich. Auf dieser einfachen Überlegung baut die Grundtechnik auf.
(Paul Tholey, Schöpferisch Träumen)

Tholey gibt folgende Empfehlungen zur Erlangung des Klartraumbewusstseins:

1. Stellen Sie sich am Tag mindestens fünf- bis zehnmal die kritische Frage, ob Sie wachen oder träumen.

2. Versuchen Sie dabei, sich intensiv vorzustellen, daß Sie sich im Traum befinden, daß also alles, was Sie wahrnehmen - einschließlich Ihres eigenen Körpers - bloß geträumt ist.

3. Achten Sie bei der Überprüfung der kritischen Frage nicht nur darauf, was augenblicklich geschieht, sondern auch auf die unmittelbare und fernere Vergangenheit Stoßen Sie auf etwas Ungewöhnliches? Haben Sie gar Erinnerungslücken? Traumerlebnisse setzen in ihrer Handlung ja sehr plötzlich ein; vor Beginn der Handlung gibt es in der Regel kein Gestern, sondern eine Lücke. Nehmen Sie sich für diese Überprüfung eine knappe Minute Zeit!

4. Stellen Sie sich die kritische Frage immer in Situationen, die auch für Träume charakteristisch sein könnten. Also immer, wenn etwas Überraschendes oder Unwahrscheinliches geschieht. Und immer, wenn Sie sich in einer extremen Gefühlssituation befinden... falls Sie dann noch Zeit, Gelegenheit oder Lust dazu haben.

5. Besonders günstig ist es, wenn Sie Träume mit immer wiederkehrenden Inhalten haben. Erleben Sie im Traum häufig Gefühle von Peinlichkeit? Dann stellen Sie in allen peinlichen Situationen des Wachlebens die kritische Frage. Tauchen in Ihren Träumen vielleicht häufig Hunde auf? Dann stellen Sie immer, wenn Sie tagsüber einem Hund begegnen, die kritische Frage. Sollten Sie zu diesen Glücklichen gehören, dürfen Sie sich freuen. Wiederkehrende Trauminhalte sind schon die halbe Miete.

6. Diese Regel betrifft ebenfalls wiederkehrende Trauminhalte, allerdings nur solche, die im Wachleben nicht oder nur selten auftreten, wie zum Beispiel Erlebnisse von Schweben oder Fliegen. Sollten Sie mit dieser Art von Träumen aktuelle Erfahrungen haben, dann sollten Sie schon im Wachzustand versuchen, sich intensiv in ein solches Erlebnis hineinzuversetzen. Diese Vorstellung muß zusätzlich mit dem Gedanken verbunden werden, daß man sich im Traum befindet.

7. Schlafen sie mit dem Gedanken ein, daß Sie einen Klartraum haben werden. Das ist besonders dann sehr hilfreich, wenn Sie in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden aufwachen und wissen, daß Sie wieder einschlafen werden. Auch ein Nachmittagsnickerchen eignet sich hervorragend für diese Technik. Vermeiden Sie aber bei diesem Gedanken jegliche bewußte Willensanstrengung.

8. Sollten Sie sich nur schlecht an Ihre gewöhnlichen Träume erinnern können (an Klarträume erinnert man sich immer klar!), benutzen Sie bitte eine der herkömmlichen Methoden zur Förderung der Traumerinnerung, wie sie in der neueren Traumliteratur geschildert werden

9. Nehmen Sie sich vor, im Traum eine ganz bestimmte Handlung auszuführen. Für Klartraumanfänger hat sich die Wahl irgendeiner einfachen Bewegungshandlung als sehr geeignet erwiesen. (Zum Beispiel das Gehen durch eine Wand, das Heben eines schweren Gewichtes mit nur einer Hand . . .)

10. Üben Sie regelmäßig, aber ohne Verbissenheit. Setzen Sie sich keine Frist, und bewahren Sie Geduld! Der erste Klartraum kommt bestimmt. 




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