Geschlossene Fonds lassen sich vortrefflich zur Erschließung neuer Anlageformen oder zur Diversifikation eines Portfolios auch beim durchschnittlichen Privatanleger einsetzen. Wo die Besonderheiten dieser Anlageklasse liegen, zeigt dem Leser dieser Artikel.
Auch wenn geschlossene Fonds für die meisten Privatanleger ein Buch mit sieben Siegeln darstellen, lohnt es sich auch für sie, sich einmal näher mit ihnen zu beschäftigen. Gezielt ausgewählt können geschlossene Fonds nämlich hervorragend dazu eingesetzt werden, zum einen neue Anlageklassen zu erschließen und zum anderen ein bereits aufgebautes Depot zu diversifizieren. Diversifizierung bedeutet in diesem Fall die Senkung des Gesamtrisikos von Kursverlusten bei gleich bleibender Renditeerwartung im Depot. Das funktioniert gerade mit geschlossenen Fonds sehr gut, da hier in Objekte investiert werden kann, deren Bewertung und wirtschaftlicher Erfolg nicht an die Entwicklung an den Weltbörsen gekoppelt sind. Diese Unabhängigkeit vom allgemeinen Börsengeschehen ist eine der Hauptvoraussetzungen für eine Diversifikation. Besonders häufig werden dabei von den Anlegern geschlossene Fonds ausgewählt, die in Immobilien oder Schiffe investieren, aber auch Solar- oder Windenergieanlagen stehen derzeit hoch im Kurs. Neben diesen Fondstypen stehen aber auch die Klassen privater Unternehmensbeteiligungen und exotischere Fondstypen auf dem Plan. Allen gemein ist, dass in ein oder mehrere genau definierte Objekte investiert wird, wobei bereits im Voraus die Investitionssumme in Höhe des öffentlich zu zeichnenden Fondsvermögens bekannt ist. Sind alle Anteile verkauft, wird ein solcher Fonds dann geschlossen und nimmt seine Arbeit auf. Ein weiteres wesentliches Merkmal stellt die feste Laufzeit dieser Art von Fonds dar. Während börsennotierte Publikumsfonds täglich verkauft werden können, gehen Anleger bei geschlossenen Fonds ein mittel- bis langfristiges Investment ein, da außer über den Zweitmarkt oder den Initiator des Fonds ein Ausstieg während der vereinbarten Laufzeit nur schwer möglich ist. Daher eignen sich geschlossene Fonds nur für disziplinierte Anleger mit entsprechendem Anlagehorizont. Richtig eingesetzt können sie aber zum einen die Gesamtrendite eines Portfolios bei gleichem Risiko erhöhen oder aber das Risiko des Portfolios bei gleicher Renditeerwartung verringern.
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