Wein als Geldanlage: Wertsteigerung von edlen Rotweine
Es war ein Rekordtag für Sotheby´s. Bei einer Auktion in Hongkong im Oktober 2009 versteigerte das Auktionshaus die Schätze von zwei US-Weinliebhaber. Die Auflösung der zwei privaten Weinkeller brachte fast acht Millionen Dollar und fast 30 Prozent mehr, als Sotheby´s geschätzt hatte. Eine Kiste Wein sorgte bei den Weinliebhabern weltweit für Aufsehen. Die zwölf Flaschen Romanée-Conti, Jahrgang 1995, bewiesen, dass Wein durchaus eine lukrative Geldanlage sein kann. Verkaufspreis: 93 077 Dollar. Wie also in den Weinmarkt einsteigen, fragen sich viele Anleger. Der Londoner Liv-ex 100 gilt als Preisbarometer für edle Weine und stiegt seit 2004 unaufhaltsam an. Zwischen 2008 und 2009 verlor der Index jedoch 21 Prozent. Doch dies war weit weniger, als die Analysten vorhergesagt haben. Der anhaltende Konjunkturabschwung wirkte sich viel weniger bei edlen Weinen aus, als befürchtet. Inzwischen hat der Index sich wieder deutlich erholt. Also der richtige Zeitpunkt, um bei Weißwein und Rotwein einzusteigen? Soll der Anleger sich edle Bordeaux-Weine in den Keller legen? Es ist eine Tatsache, dass Weinfonds in der Vergangenheit hohe Renditen erzielt haben. Doch die weltweite Krise hat auch beim Wein nicht Halt gemacht. Viele Fonds, die in der Hochphase der Hedgefonds und Private-Equity-Anlagen aufgelegt wurde, konnten die hochtrabenden Versprechungen nicht halten. Die Preise fielen in den Keller. Wer nicht mehr die Möglichkeit hatte, auf bessere Zeiten zu warten, machte Verluste. Viele Händler und Produzenten bunkern ihre wertvollen Wein-Bestände nach wie vor, anstatt sie billig zu veräußern. Sollten diese Positionen im großen Stil auf den internationalen Weinmarkt gelangen, kann dies zu einem weiteren Preissturz führen. Dabei zeigt die Vergangenheit, dass Wein immer das letzte Investment war, das im globalen Taumel abstürzte. Aber auch das erste Investment war, das sich wieder erholte. Ist nun also der Boden erreicht? Ist nun der beste Zeitpunkt, um ein Wein-Investment zu starten? Es könnte der beste Zeitpunkt seit 1997 sein, so die Direktorin von Premier Cru Fine Wine Investment, Stacey Lea Golding. Sie verweist auf glänzende Renditen vor dem großen Absturz. Auch einige neue Fonds möchten zum Zeil 100 Millionen Pfund in edle Bordeaux-Weine investieren. Wenn mit dem gesammelten Kapital günstig große Mengen an edlen Weinen gekauft werden kann, so ein Marktbeobachter, kann diese Rechnung aufgehen. Andere Experten widersprechen. Gary Boom, Direktor des Bordeaux Index, sagt dazu: „Es geht immer noch mehr Geld aus dem Weinmarkt heraus als hinein. Und ich glaube nicht, dass sich das in nächster Zeit ändert.“
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