Wie man seinen Garten gegen Angreifer schützen kann
In der Natur sind Pflanzen andauernd potentiellen Feinden ausgesetzt: vom Virus bis zum Säugetier, es wimmelt nur so von Feinden und Konkurrenten. Gegen große Feinde konnten einige Pflanzen erfolgreich Gifte oder Dornen evolvieren, gegen die kleinen Feinde so manche Barriere sowie ein funktionierendes Immunsystem entwickeln. Der Garten hingegen ist ein geschützter Raum, in dem Pflanzen sich nicht tagtäglich bewähren müssen. Eigentlich sehr schön, nur können sie dadurch erst recht anfällig werden, wenn es dann doch mal ein Pflanzenschädling in den Garten schafft.
Im ökologischen Landbau wird auf so einige Pflanzenschutzmittel bewusst verzichtet. So gibt es strenge Richtlinien, was die Konzentrationen von Insektiziden oder Herbiziden angeht, teilweise sind sie ganz untersagt. Und das aus gutem Grund: Viele der verwendeten Mittel sind bedenklich für Natur und Mensch und schädigen bei langjährigem Gebrauch die Böden. Jedoch kann sich ein Verzicht auf bestimmte chemische Pflanzenschutzmittel stark mindernd auf die Ernte auswirken. Eine Strategie des ökologischen Landbaus ist daher die Pflanzenstärkung. So soll eine Stärkung der Pflanzen präventiv einen Schädlingsbefall im Keim ersticken.
Dieses Prinzip wird heutzutage auch gerne vom ökologisch bewussten Gärtner übernommen. Denn wer will schon gerne Chemie in seinem Garten verteilen (Stichwort: Bienensterben)? Es gibt verschiedene Wirkungsweisen bei den so genannten Pflanzenstärkungsmitteln. So gibt es zum Beispiel Mittel auf Basis von Silikat, gewonnen aus Schachtelhalm. Silikat kommt natürlicherweise in Pflanzen vor und trägt zum Aufbau von stabilem Pflanzengewebe bei. Herrscht ein Mangel an Silikat, weil es nicht genügend in den Böden vorhanden ist, so bildet die Pflanze schwächeres und anfälligeriges Pflanzengewebe. Bewährt haben sich Pflanzenstärkungsmittel auf Basis von Schachtelhalmextrakt beispielsweise bei Virus- und Pilzkrankheiten. Ein weiteres wirksames Mittel ist ein Extrakt auf Basis von Mikroorganismen. Das Prinzip dahinter ist der stetige Kontakt der Pflanzenwurzeln mit Mikroorganismen, so dass das Immunsystem der Pflanzen aktiviert wird. In der Regel werden harmlose Bakterien oder Pilze verwendet, die natürlicherweise in Böden und auf dem Kompost vorkommen. Ein weiterer Vorteil neben der Immunsystemstärkung ist, dass diese Mikroorganismen natürlich Platz und Nahrung im Boden beanspruchen und somit andere, potentiell pathogene Organismen im Boden verdrängen. Auch gegen Larven von pflanzenschädlichen Insekten kann dieses Pflanzenstärkungsmittel wirken. Weiterhin gibt es noch Mittel auf Basis des Staudenknöterichs, Anis' oder Fenchels. Das Prinzip ist bei allen Mitteln sehr ähnlich: Stärkung auf Basis von ökologischen Extrakten zur Stärkung des Gewebes, der Wurzel oder des Immunsystems der Pflanzen, um einem Schädlingsbefall präventiv entgegen zu wirken!
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