Kann man seine erbrechtlichen Probleme allein mit Foren lösen? Ein Beispielsfall zeigt, wie gefährlich das ist.
Neulich in einem bekannten Frageforum: Eine Fragestellerin teilt mit, dass sie mit ihrem Ehemann ein Haus gebaut hat. Das Grundstück gehört nur dem Ehemann. Beide haben Kinder, aber keine gemeinsamen. Vielmehr brachte die Ehefrau zwei Kinder mit in die Ehe und der Ehemann hatte vor der Ehe bereits drei Kinder. Vermögen brachte im Wesentlichen nur der Ehemann mit in die Ehe. Wir haben also zwei Ehegatten und 5 Kinder, aber eben in Patchwork-Situation ("Meine, Deine, unsere Kinder"). Die Ehefrau fragt nun, wie es denn mit dem Erbrecht aussehe. Man werde nun langsam alt und habe sich so seine Gedanken gemacht. Die Antworten waren bunt gestreut: Die Ehefrau habe einen Pflichtteilsanspruch, sie erbe alles oder auch sie solle sich schämen, überhaupt vom Erbrecht zu reden. Was aber bedeutsamer ist: Eine richtige Antwort war nicht dabei. Warum wohl? Richtige Antworten gibt es beim Rechtsanwalt. Dieser muss erhebliche Summen von Geld investieren, um sich das entsprechende Spezialwissen anzueignen. Deshalb kann er dieses Wissen nicht abgeben, ohne dafür Geld zu nehmen. Seriöse Antworten sind daher in Foren unwirtschaftlich und selten. Ob die Fragestellerin mit ihrer Frage etwas angefangen hat, ist nicht bekannt. Nicht selten erstellen die Leute dann einfach irgendwelche Testamente. Zum bitteren Ende kommt es dann nach der Testamentseröffnung, wenn alles schief läuft, weil die einfachsten Dinge nicht beachtet wurden. Fazit: Wenn es um so wichtige Dinge geht, sollte man gleich zum Anwalt gehen.
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`Erbrecht ohne Rechtsanwalt und nur per Forum?`, auch Sie können hier Autor werden und einen Artikel veröffentlichen lassen.