Der 11. September geht in die Geschichte ein als eine der veheerendsten Katastrophen der zivilen Lufthfahrt und eine der heftigsten Terroranschläge aller Zeiten. Aus versicherungsgeschichtlicher Sicht waren diese Anschläge die verheerendste Katastrophe, die je von Menschen Hand ausgelöst wurde. Gerade deshalb ist dieser Anschlag nicht nur in der Geschichte der Menschheit sondern auch in der Versicherungsgeschichte ein großes Kapitel.
Wer heute eine Lebensversicherung abschließen möchte, sucht sich in der Regel eine Reihe von verschiedenen Produkten aus. Kunden können auch die Lebensversicherung verkaufen und haben dennoch viel von ihrer Versicherung. Doch über eine Tatsache sind sich Versicherungsnehmer und Versicherer wohl zweifellos einig: Die beste Versicherung ist diejenige, die nie zum Einsatz kommt. Doch gerade in den letzten Jahrhunderten kam es immer wieder zu großen Versicherungsfällen, die eine Menge Opfer forderten.
Zu diesen Katastrophen gehörte beispielsweise die Luftverkehrskatastrophe von Teneriffa, als zwei Jumbo-Jets auf dem Flughafen Los Rodeos auf den Kanaren kollidierte. An jenem Tag im Jahre 1977 herrschte dichter Nebel und der Flughafen wurde lediglich als Ausweichflughafen genutzt, weil an dem ursprünglichen Flughafen von Las Palmas eine Bomendrohung eingegangen war. Infolge des Nebels und Kommunikationsschwierigkeiten der Piloten und der Flugsicherung kollidierten die zwei Passagiermaschinen und verursachten mit knapp 600 Toten die größte Luftkatastrophe der zivilen Luftfahrt.
Dieses Unglück wurde lediglich durch die Anschläge vom 11. September 2001 überboten. Berücksichtigt man Anschläge durch terroristische Beteiligung gelten die Anschläge vom 11. September 2001 als das größte Unglück der zivilen Luftfahrt. Bereits im Jahre 1977 mussten für die Opfer und Angehörigen von Teneriffa mehr als 300 Mio. Mark an Versicherungssummen ausgezahlt werden. Der Tag, an dem zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York sowie in das Pentagon gesteuert wurden, wurde zur größten Katastrophe, die je von Menschen verursacht wurde. Betroffen waren nicht nur amerikanische Unternehmen sondern auch deutsche Erst- und Rückversicherer. Die Terroranschläge forderten knapp 3.000 Todesopfer und verursachten einen Versicherungsschaden von mehr als 23 Mrd. US-Dollar. Der volkswirtschaftliche Schaden ist deutlich höher und wird nur durch wenige andere Versicherungsfälle übertroffen.
Nur der Hurrikan Andrew am 23. August 1992 mit 24 Mrd. US-Dollar sowie der Hurrikan Katrina im Jahr 2005 mit 72 Mrd. US-Dollar verursachten größere Ausmaße an Schäden. Hierbei handelten es sich jedoch um Naturkatastrophen, gegen die man nur wenig unternehmen konnte. Mittlerweile werden Terroranschläge mit in die Beitragskalkulation mit aufgenommen. In vielen Versicherungen wurden nach dem 11. September die Absicherung bei dem Absturz eines Flugzeugs mit in die Hausratversicherung oder die Wohngebäudeversicherung aufgenommen. Doch in vielen anderen Versicherungen werden die Absicherungen bei terroristischen Aktivitäten nach wie vor nicht berücksichtigt. Das gilt bespielsweise für die Kfz-Versicherung.
Insgesamt kann aus heutiger Sicht gesagt werden, dass die Anschläge vom 11. September nicht nur einen volkswirtschaftlichen sondern auch einen versicherungstechnischen Schaden veursacht hat. Mittlerweile wurde die Absicherung bei Flugzeugabstürzen mit in den Versicherungsvertrag aufgenommen wobei die Absicherung bei vielen anderen Versicherungen noch abgelehnt werden. Dadurch profitieren Versicherungsnehmer letztendlich nicht nur von einer umfangreichen Absicherung sondern auch von deutlich mehr Leistungen.
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