Die Kfz-Versicherung gehört mittlerweile zu den gefragtesten Versicherungen überhaupt. Grund dafür ist hauptsächlich die bestehende Versicherungspflicht in Deutschland: Jeder Autofahrer muss mindestens eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Doch die Kfz-Versicherung hat als unscheinbare und scheinbar unwichtige Assekuranz angefangen. In den ersten Jahren gab es sogar erheblichen Widerstand gegen diese Versicherung.
Mit der Erfindung des Autos wurde nicht nur ein neues Jahrhundert sondern auch ein neues Zeitalter eingeläutet. Sicherlich hatte die Eisenbahn viele Menschen im vorherigen Jahrhundert zielsicher von A nach B gebracht, doch Passagiere waren bei der Bahn in erster Linie an den Fahrplan gebunden. Mit dem Auto hingegen, war die Freiheit des Fahrers deutlich größer. Mit dem neuen Transportmittel konnten die Menschen spielend leicht und ohne Einschränkungen von einem Ort zum nächsten gelangen. Viele Staaten reagierten auf die modernen Bedürfnisse ihrer Bürger und bauten das Straßennetz aus.
Wie schnell sich das Netz entwickeln kann, lässt sich an den Entwicklungen in den Vereinigten Staaten von Amerika erkennen. Bis in das frühe 20. Jahrhundert waren Menschen weitgehend mit dem Planwagen unterwegs. Zwar wurde das Eisenbahnnetz schnell und effizient ausgebaut, doch angesichts der fehlenden Investitionen verkümmerte der Schienenverkehr bald darauf wieder. Grund hierfür waren nicht nur fehlende Gelder sondern auch der Triumphzug des Durchschnittsautos: Das T-Modell von Ford brachte es zwar nicht auf neue Rekordgeschwindigkeiten, doch der günstige Preis sorgte dafür, dass sich einfache Arbeiter bereits mit wenigen Monatsgehältern ein Fahrzeug leisten konnten.
Bald wurden die Straßen immer voller und neue Fernstraßen mussten errichtet werden. In dieser Zeit wurde nicht nur die Panamericana zwischen Alaska und Feuerland, sondern auch die legendäre Route 66 zwischen Chicago und Los Angeles gebaut. Autofahrer konnten nun auf schnellem Weg von einem Ort zum anderen gelangen und waren kaum noch dazu gezwungen, Schotterpisten zu verwenden. Doch diese Entwicklung verlief nicht für Jedermann positiv.
Die große Zahl der Autos und die relative Unerfahrenheit der Autofahrer sorgten für hohe Unfallzahlen. Diese Zahlen erreichten in den 1920er Jahren einen Höhepunkt. Viele private Anbieter erkannten eine Marktlücke und füllten diese mit einer Autoversicherung. Diese Versicherung sicherte den Autofahrer vor allen Schadenersatzansprüchen des Gegners. Diese Versicherung wurde in den USA und Deutschland schnell zur Pflichtversicherung erklärt. Doch viele Menschen sahen sich durch diese Pflicht bedroht. Schließlich sei es jedermanns Sache, ob man sich nun anschnalle oder nicht, so das Echo einiger empörter Bürger.
Doch die hohe Unfallrate war nicht nur auf die fehlende Gurtpflicht sondern vor allem auf die robuste Bauweise der Fahrzeuge zurückzuführen. Während die Materialien von Fahrzeugen heute vergleichsweise flexibel sind, waren die verwendeten Materialien in den Autos von damals sehr hart und nicht leicht zu verbiegen. Dadurch entstanden selbst bei kleinsten Geschwindigkeiten Unfälle, die für die Verkehrsteilnehmer oft einen tödlichen Ausgang hatten.
Im Laufe der Zeit etablierte sich jedoch die Kfz-Versicherung als eine der wichtigsten Assekuranzen überhaupt. Mittlerweile verwalten mehr als 100 verschiedene Versicherer mehr als 100 Mio. unterschiedliche Versicherungsverträge (Quelle: Top 76 Kfz Versicherungen). Die Haftpflichtversicherung gehört in Deutschland weiterhin zur Pflichtversicherung. Diese Assekuranz kann optional mit einer Kaskoversicherung ergänzt werden.
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