Bei Menschen, die großen emotionalen Belastungen ausgesetzt sind, können diese Belastungen zu einer Krankheit führen, die einen etwas kuriosen Namen trägt: das Broken Heart Syndrom. Trotz eines recht kitschigen Namens, der eher an Liebeskummer bei Teenagern erinnert, sollte man dieses Syndrom durchaus ernstnehmen. Schließlich kann es zu enormen körperlichen Problemen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod des Betroffenen führen. Grundsätzlich lässt sich das Broken Heart Syndrom relativ einfach beschreiben. Dabei wird vom Körper zu viel Adrenalin produziert, auch andere Stresshormone sorgen für körperliche Belastungen. Unter anderem können sich die Herzkranzgefäße auf diese Weise verengen, wodurch das Blut nicht mehr richtig durch den Körper zirkulieren kann. Wenn das passiert, bekommt ein Patient oft kaum noch Luft, fühlt sich schwach und hat große Schmerzen im Brustkorb. Alles in allem sind die Symptome also sehr ähnlich wie bei einem Herzinfarkt, wobei die Ursache jedoch eine ganz andere ist. Besonders die hohe Ausschüttung von Adrenalin führt dazu, dass sich die Blutgefäße verengen. Der Grund dafür sind emotionale Belastungen, die nicht in jedem Fall negativ sein müssen. Selbst ein Lottogewinn kann die Ursache für das Broken Heart Syndrom sein. Schließlich handelt es sich dabei um ein plötzliches Ereignis, das nicht vorhersehbar war und durch das die eigene Welt durcheinandergebracht wird. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch eher um negative Gegebenheiten, etwa der Tod eines nahen Angehörigen oder ein traumatisches Erlebnis wie ein Verbrecher oder ein Unfall. Solch ein Erlebnis muss man dabei nicht einmal selbst durchlebt haben; in vielen Fällen reicht es schon aus, wenn man Zeuge eines derartigen Vorkommnisses geworden ist und dieses nicht verarbeiten kann. In vielen Fällen erkranken Frauen am Broken Heart Syndrom, nur selten wird diese Krankheit bei Männern diagnostiziert. Oft haben die Frauen bereits die Wechseljahre hinter sich und sind zwischen 50 und 80 Jahre alt, wenn sie zum ersten Mal an dieser Krankheit leiden. Warum es dazu kommt, ist wissenschaftlich noch nicht erforscht. Eine Theorie besagt jedoch, dass der weibliche Körper nach den Wechseljahren besonders stark reagiert, wenn Stresshormone wie Adrenalin ausgeschüttet werden. Von Medizinern wird das Broken Heart Syndrom auch als Tako-Tsubo oder Tintenfischfalle bezeichnet. Dieser Begriff wurde von japanischen Ärzten erstmals Anfang der 90er Jahre verwendet, da sie feststellten, dass die linke Herzkammer einer ihrer Patientinnen so ähnlich aussah wie eine Falle für Tintenfische – ein runder Krug mit kurzem Hals. Wie hoch die Zahl der Neuerkrankungen ist, lässt sich nicht genau sagen. Schätzungen zufolge liegt die Quote der Patienten mit Broken Heart Syndrom zwischen zwei und drei Prozent aller Patienten, die mit Beschwerden ins Krankenhaus kommen, die einem Herzinfarkt ähneln. Anders als bei einem Infarkt, bei dem etwa die Hälfte der Patienten stirbt, ist die Sterblichkeitsrate beim Broken Heart Syndrom jedoch sehr gering. Sie liegt nur bei etwas über drei Prozent. Zu einem Todesfall kommt es in der Regel nur dann, wenn ein Patient bereits unter sehr heftigen Herzrhythmusstörungen leidet. Außerdem ist es in der Regel möglich, mit Medikamenten dem Organismus dabei zu helfen, sich von einem akuten Ausbruch des Broken Heart Syndroms zu erholen.
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