Rotwein aus Deutschland wird immer beliebter und qualitativ auch immer Besser. Kann Deutschland mit den südlichen Ländern mithalten oder dies gar überholen. Warum wird der Rotwein aus deutschen Landen immer beliebter ? Wir klären diese Fragen.
In den letzten Jahren wurde das Thema Deutschland und seine Rotweine ziemlich kontrovers diskutiert und wie es bei soclhen Diskussionen üblich ist gab es dort viele verschiedene Meinungen. Doch auch im Internet Weinhandel kann man heutzutage immer mehr deutschen Wein bestellen. Da stellt sich einem die Frage "Ist Deutschland auf dem Weg zu einem Rotweinland oder nicht ?"
Um diese Frage zu beantworten muss man aber zunächst mal Zahlen und Fakten sprechen lassen. In Deutschland werden momentan rund 102.000 Hektar Rebfläche bewirtschaftet, dabei hat sich der Rotweinanteil in den letzten 2 Jahrzehnten so gut wie verdoppelt, auf nun rund 37 Prozent der gesamten Rebfläche. Aus diesen Zahlen kann man ganz klar erkennen das der Rotwein in Deutschland im Vormarsch ist. Warum hat sich der Rotweinanteil aber so rasant entwickelt, bzw. was waren die Auslöser für das Umdenken der Winzer.
Ende der 80er Jahre begann sich das Trinkverhalten der Deutschen zu ändern, zunächst war der Rosé sehr gefragt, dann Mitte bis Ende der 90er veränderte sich das Trinkverhaltennoch einmal und mehr Rotwein wurde verlangt. Um keine Marktanteile ins Ausland zu verlieren mussten die Winzer dann mit Neubestockung durch Rotwein-Reben reagieren. So waren in den 90er Jahren aber noch hauptsächlich französische, spanische und italienische Weine sehr beliebt. Durch Ihre Urlaube inspiriert, haben sich die Deutschen damals wie heute auch gerne mit einer Flasche Wein aus Spanien, Italien ihr Urlaubsflair ins Wohnzimmer geholt. Im Gegensatz dazu stellten damals die relativ niedrigen Alkoholwerte durch Massenertrag und durch niedrigere Temperaturen beim deutschen Wein ein Problem dar, denn gerade in den 90er Jahren waren die Alkoholstarken, opulenten Weine gefragt und zum großen Teil sind sie das auch heute noch. Zu dieser Entwicklung, trägt natürlich auch der Klimawandel bei. Dieser ist für den Weinbauwichtig, damit wir auch mit unseren südlichen Nachbarn mithalten können. Heute sind wir hier in Deutschland nämlich durch den Klimawandel ebenfalls in der Lage alkoholstarke Weine zu erzeugen. In den letzten hundert Jahren stieg das Jahresmittel um ca. 1 Grad und bis 2050 soll es um ca. weitere 2 Grad steigen. Zusätzlich befinden wir uns seit dem Jahr 1988 in einer sogenannten warmen Periode. Wenn man die Jahreszeiten einzeln betrachtet haben wir im Sommer und Herbst einen deutlichen Anstieg, dieser liegt momentan bei rund 1,5 Grad Celsius im Gegensatz zu Frühling und Winter, dort beträgt er nur rund ein halbes Grad Celsius. Für die Entwicklung der Traube sind diese Werte natürlich durchaus positiv einzuschätzen. Somit halten nun auch vermehrt spätreifende, internationale Rebsorten Einzug in die deutschen Weinberge. Es gibt somit eine klare Tendenz zu Cabernet, Merlot, Syrah, um die wichtigsten Rebsorten zu nennen. Generell spricht ja eigentlich auch nichts dagegen, denn wenn die Trauben voll ausreifen können, dann ergeben sie auch in Deutschland tolle Weine, die sogar international in den Topligen mitspielen können. Als Beispiel kann man hier die Cuvée X aus Cabernet und Merlot vom Weingut Knipser eindrucksvoll nennen.
Nachteilig dabei ist aber dass wir Gefahr laufen die Typizität des eigentlichen deuschen Rotweins damit zu verlieren. Die Winzer sollten sich nämlich auch noch um Sorten wie z.B. Portugieser, Spätburgunder und Lemberger bemühen, da diese in Deutschland und dazu noch in fast jedem Anbaugebiet der Welt einen eigenen Charakter entwickeln. Es ist für jeden Weinkenner auch immer sehr spannend Spätburgunder von der Ahr, aus Baden, aus der Pfalz, dem Rheinau und Württemberg miteinander zu vergleichen. Um eine Lanze für diese unterschätzten Rebsorten zu brechen. muss man den faszinierenden Portugieser Wein von Markus Schneider abschliessend erwähnen.
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