Nachfolgend einige Informationen zum Modegetränk Absinthe
Als Modegetränk des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts war die hochprozentige Spirituose aus Wermut, Anis, Fenchel und weiteren Kräutern besonders in Künstler- und Bohèmekreisen sehr beliebt. So war das Getränk ein häufiges Sujet in der Kunst, zum Beispiel bei Picasso, Degas und Toulouse-Lautrec, genauso wie in der Literatur, bei Baudelaire und Hemmingway. Seit der Aufhebung des Absintheverbots in den 1990er Jahren hat das Getränk wieder Einzug in den Bars gehalten. Grundsätzlich sind drei verschiedene Rituale bekannt, allen gemeinsam ist, dass der Absinthe nie pur getrunken wird. Beim Schweizer Trinkritual wird der Absinthe im Verhältnis 1:1 bis 1:5 mit stillem Eiswasser gemischt getrunken. Das französiche Ritual ist die traditionellste Art, das Absinthetrinken zu zelebrieren. Dabei wird auf einem durchbrochenen Löffel Zucker über dem Absintheglas langsam mit Wasser beträufelt, das Zuckerwasser tropft nach und nach in den Absinth, der sich milchig färbt. In den Pariser Kaffees der Jahrhundertwende gab es zu diesem Zweck spezielle Fontänen auf den Tischen - Wasserbehälter mit kleinen Hähnen aus denen man gleichmäßig Wasser in den Absinthe tropfen ließ. Heute bekommt man den Absinthe meist ebenfalls mit Zucker, Löffel und Eiswasser serviert, zusätzlich dazu aber auch mit Streichhölzern. Beim Feuerritual wird der Zucker in Absinthe getränkt und angezündet, karamelisiert dann und tropft in das Getränk, das dann auch wieder mit Wasser aufgefüllt wird. Mittlerweile haben einige Bars auch Absinthe-Cocktails auf ihren Karten und verschiedene Hersteller füllen das Getränk in Fläschchen mit Pipetten ab, die an die ursprüngliche Heilwirkung erinnern und ein Träufeln des Absinthes in Wasser oder andere Getränke ermöglichen.
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