Wenn Sie das Traffic-Tool Google Analytics auf Ihren Websites installiert haben, sind Sie bestimmt schon mal auf den Term "Absprungrate" gestoßen. Diese Zahl kennzeichnet definitionsgemäß die prozentuale Ausstiegsrate, also der Prozentteil der Besucher, die sich nur eine Webseite angeschaut haben. Die meisten Webmaster möchten diesen Wert so gering als nur möglich halten, da er -bis auf ein paar Ausnahmen - auf mangelndes Interesse am Content schließen läßt. Wenn man jedoch Google AdSense oder ein profitables Partnerprogramm nutzt und diese Links den Großteil der Klicks ausmachen, kann einem die Absprungrate natürlich egal sein, Hauptsache die Kasse stimmt.
In diesem Artikel wird jedoch davon ausgegangen, dass Sie eine möglichst niedrige Absprungrate erzielen möchten, deshalb folgen nun 10 Tipps, die Ihnen aufzeigen, wie man eine bessere "Bounce Rate" bekommt.
Die meisten Ratschläge werden bestimmt keine Offenbarung darstellen, doch wenn nur 2 Tipps weiterhelfen, hat es sich schon gelohnt!
1. Tipp – Grenzen Sie den Text auf ein Thema ein, damit der Content relevant auf mögliche Suchanfragen ist.
Einer der Hauptgründe, weshalb Besucher die Zurück-Schaltfläche im Browser betätigen, ist der simple Fakt, dass ein Artikel nicht hilfreich genug war, um den Besucher auf der Seite zu halten. Das läßt sich vermeiden, indem man sich auf ein Thema pro Artikel fokussiert und dieses möglichst umfassend abzuhandeln versucht.
2. Tipp – Heben Sie Ihre Texte von anderen ab
Das mag wahrscheinlich ebenfalls ein Tipp sein, den Sie schon 1000 Mal gelesen oder gehört haben, aber er macht eben den Unterschied aus, wenn es um eine Senkung der Absprungrate geht. Versuchen Sie so interessant und originell wie möglich zu schreiben. Es macht dabei auch nichts, wenn Sie keine uniquen Inhalte verwenden, Hauptsache ist, diese werden anspruchsvoll aufbereitet. Die Besucher brauchen Bilder, Beispiele und Geschichten, die bombastisch sind. Ein neuer Besucher soll schließlich auf den Vorgeschmack kommen und dazu bewegt werden, den nächsten Artikel zu lesen. Verwenden Sie außerdem Listenpunkte für Aufzählungen, H2/h3/h4/h5 Überschriften und arbeiten Sie auch mit logischen Absätzen und Paragraphen um das Lesen zu vereinfachen.
3. Tipp – Lassen Sie Links in einem neuen Fenster öffnen
Das Hauptziel eines Affiliate-SEOs ist es, möglichst viele relevante Klicks auf Partner-Links zu generieren, dennoch sollte man dem Besucher die Möglichkeit einräumen, weiterhin auf der Seite zu bleiben, schließlich will man keine Besucher verlieren. Dies gilt natürlich auch für Links von Kommentatoren, dafür gibt es in Wordpress extra Plugins, die das erledigen. Ebenso empfiehlt es sich, den Iframe in der Google Bildersuche zu entfernen, dafür gibt es ein Plugin names "Break out of Frames".
4. Tipp – Versuchen Sie Besucher dazu zu kriegen, einen Kommentar zu hinterlassen
Wenn man gute Inhalte schreibt und die Leser zum Kommentieren einlädt, verbessert sich dadurch auch die Absprungrate, da nach dem Absetzen eines Kommentars die Seite neu geladen wird. Verzichten Sie daher auch auf Plugins, die Kommentare per Ajax veröffentlichen. Stellen Sie Ihren Blog außerdem auf doFollow um und weisen Sie ihre Besucher mithilfe einer doFollow badge daraufhin - dies verbessert die Chance auf einen Kommentar erheblich.
5. Tipp – Steigern Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website / Ihres Blogs
Ein weiterer häufiger Grund für viele Absprünge ist die Seitengeschwindigkeit, also das Problem, dass sich eine Seite nur langsam öffnet, da zB. zu viele Kommentare veröffentlicht wurden. Hier kann es hilfreich sein, die Kommentare auf mehrere Seiten aufzuteilen und Avatare zu cashen. Nur die wenigsten Besucher werden die Geduld mitbringen, auf die Anzeige einer Seite länger als 30 Sekunden zu warten. Nutzen Sie die zahlreichen Online-Tools um die Geschwindigkeit Ihrer Seiten zu testen.
6. Tipp – Vermeiden Sie aufdringliche Werbung wie Pop-ups oder Layerwerbung
Popups und Layers können Klicks auf Affiliate-Links bringen, führen aber auch in den meisten Fällen zu einer Absprungrate im 90iger Bereich. Hier muss man selbst abschätzen, ob sich das Verhältnis "Ausstiege zu Sales" lohnt oder nicht. Wenn man jedoch schon Layers zur Promotion einsetzt, sollte man dafür Plugins zur Hilfe nehmen, die unblockbare Pop-ups erzeugen, die nicht von Adblockern erkannt werden.
7. Tipp – Nutzen Sie eine intuitive Navigation
Ein gutes Menüsystem sollte heute eigentlich kein Thema mehr sein, dennoch sieht man oft, dass die Sidebar mit unzähligen Links "verhunscht" ist. Das macht es Lesern schwerer, das zu finden, wonach sie suchen. Wenn man selbst die Suche nicht mehr findet, weil sie zwischen Tagwolken, Bannern, Kalendern, Blogroll und vieles mehr versteckt ist, braucht man sich über eine katastrophale Absprungrate nicht zu wundern. Wichtig: Manche Webmaster nutzen stylische Drop-down Menüs, vergessen dabei aber, dass diese in mobilen Endgeräten wie Smartphones und Ipads nicht dargstellt werden können, weil dort kein Javascript funktioniert. Hier sollte man eine CSS-basierte Lösung implementieren.
8. Tipp – Geben Sie Ihren Besuchern Anweisungen
Wenn Sie mehr Kommentare haben möchten, dann sprechen Sie das einfach ein, kein Besucher kann Ihre Gedanken lesen. Das mag einleuchtend klingen, aber viele Webmaster trauen sich noch immer nicht, die Initiative zu übernehmen und verharren in Passivität. Es gibt viele Wege, eine geringe Absprungrate aktiv mitzugestalten, zB, durch Empfehlungen, einen ähnlichen Artikel zu betrachten, einen Kommentar zu hinterlassen oder die Suche zu verwenden.
9. Tipp – Wählen Sie eine Farbe für Ihr Website-Theme aus, was die Augen schont
Auch wenn es Spaß macht, mit weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund zu texten, für die meisten Leser sinkt damit der Lesegenuss. Falls Sie nicht sicher sind, ob das derzeitige Template keinen "Augenkrebs" auslöst, befragen Sie einfach Freunde und Bekannte, was sie vom Website design halten.
10. Tipp – Schränken Sie die Anzahl von Werbebannern ein
Verzichten Sie unbedingt auf Flashwerbung, die Filme und Sound abspielt, das vergrault wirklich auch den treusten Leser. Werbung sollte nicht beim Lesen stören, indem es den Content überdeckt, unterteilt oder unterbricht.
Bitte beachten Sie abschließend, dass die Absprungrate durch eine Reihe vieler weiterer Faktoren beeinflusst wird, die hier nicht alles genannt werden können. Außerdem sind die Maßnahmen zur Verbesserung dieser Rate sehr individuell. Doch in den meisten Fällen ist ein Absprung die Reaktion auf ein nicht ansprechendes Design oder das Ergebnis des Auftretens eines Problems bei der Menüführung. Analysieren Sie daher die beiden Faktoren wie das Website-Layout und die Navigation so gründlich wie möglich, da diese sehr stark die Absprungrate beeinflussen. In den seltensten Fällt verlässt ein Besucher die Einstiegsseite wieder , weil er dort alle gewünschten Informationen gefunden hat und ein Besuch weiterer Seiten daher nicht mehr erforderlich ist. (Beispiel: Download-Portale)
Lässt sich trotz aller Tipps die Absprungrate nicht verbessern, sollte man prüfen, ob der Tracking-Code auch korrekt auf allen Seiten eingefügt wurde.
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen und dabei geholfen, die durchschnittliche Absprungrate in Google analytics zu verringern? Dann teilen Sie gerne diese Tipps mit Ihren Freunden auf Sozialen Online-Netzen wie Facebook, Twitter oder Google Plus.
Weitere Tipps und Informationen über unser Artikelverzeichnis gibt es hier. Die Sitemap listet alle Artikel im 0AM.de Artikelverzeichnis.
Im 0AM.de Artikelverzeichnis werden interessante Projekte im Rahmen eines Artikels vorgestellt, wie hier der Artikel über
`Die Absprungrate in Google-Analytics verbessern`, auch Sie können hier Autor werden und einen Artikel veröffentlichen lassen.